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Das Gebiet der elektrolytischen Abscheidung von Eisen, Blei und Zinn hat Dr.- Ing. Max Schlötter stets interessiert - bereits 1908 erhält er sein erstes Patent für einen phenolsulfonsauren Elektrolyten.
Nach vielen Jahren Berufserfahrung auch in leitender Position bei Firmen im Bereich der Elektrochemie gründet er im September 1912 in Leipzig sein eigenes „Elektrochemisches Forschungslabor.“
Wegen der räumlichen Nähe zu seinen Kunden, die vorwiegend aus Walzwerken bestanden, wird der Betrieb zwei Jahre später zunächst nach Köln und 1915 nach Berlin verlagert. Während der Kriegsjahre arbeitet Schlötter verstärkt im Bereich der Metallersatzstoffe. Die elektrolytische Abscheidung von Zinn findet hierbei Schlötters besonderes Interesse.
In den 1920er Jahren baut Schlötter für seine Kunden Anlagen für die elektrolytische Verzinkung von Bandeisen und Drähten sowie für Ullstein in Berlin die damals in Europa größte Anlage zur Herstellung von Druckplatten.
1925 beginnt das Forschungslaboratorium mit der Entwicklung eines Verfahrens zur glänzenden Abscheidung von Nickel. Für seine bahnbrechenden Arbeiten wird Dr. Schlötter im Juni 1929 zum Honorar-Professor der TH Berlin ernannt. Darüber hinaus wird er von der Königlichen Akademie in Stockholm zum Mitglied des Nobelpreiskomitees gewählt, dem er bis zur Einführung eines eigenen deutschen Nationalpreises für Wissenschaft und Forschung angehört.
1932 resultiert die intensive Forschungsarbeit zur Abscheidung von glänzendem Nickel in dem für die Branche so bedeutenden US-Patent 1.972693.
Auf dem Gebiet der elektrolytischen Abscheidung von Zinn gelingt Schlötter mit der Entwicklung des ersten glänzenden Zinnbades 1934 der Durchbruch.
1944 werden die Betriebsräume in Berlin durch einen Bombenangriff zerstört. Schlötter nimmt das Angebot des Direktors der WMF an, den verbleibenden Rest des Unternehmens nach Geislingen/Steige zu verlegen.
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