Die Technologie für glänzende Produktauftritte

Neben dem reinen Galvanisieren werden in der Galvanotechnik auch eine Reihe artverwandter Verfahren eingesetzt. Dazu gehören beispielsweise das außenstromlose Beschichten, eine Reihe von Tauchverfahren sowie die zugehörigen Vorbehandlungsprozesse. Diese Überzüge erfüllen vielfältige wichtige technische und dekorative Funktionen und erhöhen die Attraktivität, Funktionalität, Sicherheit und Lebensdauer eines Produktes.

Aspekte wie Leitfähigkeit oder Lötbarkeit, Verschleiß- oder Korrosionsbeständigkeit, Kontaktverhalten und eine gleichmäßige Schichtverteilung sowie eine zuverlässige Qualität der Oberflächen sind wesentlich. Produkte mit galvanisierten Oberflächen kommen in den unterschiedlichsten Bereichen der Industrie und des täglichen Lebens zur Anwendung.  

Beim Galvanisieren wird mithilfe von Gleichstrom Metall auf einem Werkstück abgeschieden. Hierzu taucht man das Werkstück in eine wässrige Lösung des entsprechenden Metallsalzes. Das Werkstück wird mit dem Minuspol einer Stromquelle verbunden und wird so zur Kathode. Die auf der Kathode abgeschiedenen Metallionen werden der Lösung wieder zugeführt, indem man eine Gegenelektrode (Anode) aus dem gleichen Metall, wie es in der Lösung enthalten ist, verwendet und diese mit dem positiven Pol der Stromquelle verbindet. In der Folge wird das Metall an der Anode aufgelöst und über die wässrige Lösung auf der Kathode wieder abgeschieden.

Metalle lassen sich auch ohne Strom von außen abscheiden. Hierfür gibt man der wässrigen Metallsalzlösung spezielle chemische Substanzen wie Komplexbildner, Stabilisatoren und Reduktionsmittel zu. Taucht man ein Werkstück in eine solche Lösung, scheidet sich das Metal nur auf diesem Teil ab. Durch geeignete Vorbehandlung (Aktivieren, Katalysieren) kann man auf diese Weise auch auf Kunststoffen Metalle abscheiden.

Schlötter - Galvanotechnik

Zum Weiterlesen

Dr. Manfred Jordan, Dr. Michael Dietterle: Die Metallabscheider, in: Nachrichten aus der Chemie 60/2012 (pdf).